Morgens Es gibt hier nur Brötchen im Dorf zu kaufen. Der
Campingplatz hat keine Lebensmittel anzubieten, außer Bier. Also
aufs Rad und los Richtung Westen, ca. einen Kilometer weiter. "Ja,
wo ist denn der Bäcker?" frage ich an der Bushaltestelle, die sich an
der Hauptstr. befindet. "Spricht hier jemand Deutsch?" Die junge
Frau beschreibt mir, welches das Haus im Dorf ist. Wir können von
dort direkt auf die etwas tiefer gelegene Häusergruppe sehen. Auf
ein paar Umwegen erreiche ich den Supermarkt. Er befindet sich, wie
sollte es anders sein, mitten im Dorf. Schinken, Käse und Brötchen
sind hier genauso teuer, wie in Deutschland oder Österreich. Es wird
ein schönes, ausgiebiges Frühstück. Rainer hat inzwischen das Zelt zusammengepackt, als
ich vom einkaufen wiederkam.
Da es keine Möglichkeit gibt, aus diesem Tal wieder
herauszukommen entschließen wir uns, den Weg zu nehmen, den wir
gekommen sind. Dieser war doch so schön, dass man ihn ruhig noch
einmal fahren kann.
Die Alternative, wäre gewesen, einen der Pässe mit 15% zu fahren,
oder besser zu schieben, um wieder zurück nach Österreich zu kommen. |
Nachmittags An der Grenze geht der Radweg direkt an der Straße
weiter. in Arnoldstein ist viel Verkehr.
Etwas abgekommen von der Route geht es hinter Arnoldstein unter
der Autobahn durch auf dem Schleusenweg. Dahinter ist ein Kanal und
der Fluss. Weiter dahinter befindet ein Bergzug, der in Richtung
Osten, nach Villach abflacht. Dort müssen wir hinkommen. Hier mitten
im Waldgebiet können wir niemanden fragen. Irgendwie kommen wir dann
zum Ort "Hart". Dort sind wir schon auf dem Hinweg durchgekommen.
Das Wetter wird schlechter. Wir
"kämpfen" uns auf der Straße weiter Richtung Norden durch. Dann
kommt eine Hinweis auf einen Radweg - dir Richtung stimmt. Hier ist
es ruhiger, dafür fängt es an zu regnen. Am Fluss ziehen unsere
Regenjacken an. In
Villach fängt es dann richtig an zu regnen. Wir durchfahren die
Stadt Richtung Norden. Viele Radfahrer hat der Regen auch
überrascht. Einige warten unter einer Brücke. Wir fahren weiter, und
ich rufe ihnen zu: "Ist doch nur Wasser". |
Mittags Auf dem Weg treffen wir ein Paar aus Dresden.
Martin und Marion heißen sie. Sie kommen aus Ungarn und haben
anscheinend sehr viel Zeit.
So viel Zeit haben wir nicht, denn am 8.9. fährt unser Zug. Bis
dahin müssen wir noch einmal über die Alpen fahren. Der Radweg auf
der alten Bahnstrecke ist wunderschön. Leider ist er in
Tarvisio schon zu Ende. Dort kann man noch den alten Bahnhof sehen.
Von dort finden wir auch gleich den Radweg zur Grenze. Dieser geht
rauf, runter, links und rechts. Kleine Brücken über Bäche sind schön
angelegt. |
Abends Am Ossiacher See gibt es mehrere Campingplätze. Wir
entscheiden uns für den nächst Gelegenen.
Vorher müssen wir noch unsere Vorräte auffüllen. Der nächste LIDL
ist unser. In durchnässten Sachen macht Einkaufen nicht so viel
Spaß. Auf dem Weg zum Campingplatz wird mir kalt. Gut das es nicht
so weit ist. Leider ist der Platz sehr teuer. Egal, jetzt unter die
warme Dusche. Vor dem Bademeisterraum machen wir uns es gemütlich.
Hier sind Sitzgelegenheiten und ein Tisch. Rainer wollte Spiegeleier
machen. Ich hatte noch Rollmöpse dazu gekauft. Die Pfanne ist nicht
teflonbeschichtet. Es entstand eine Spiegel- Rühreier -Mischung. Es
macht jedenfalls satt.
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