Morgens Den Bäckerladen konnte man
rheinabwärts vom Campingplatz, nach 5min erreichen. Endlich mal angemessene Preise:
Brot, vier Brötchen und Butter für 4€. Nach dem Frühstück ging es in
dieser Richtung am Rhein weiter. Diesmal waren es grüne Schilder,
die uns den Radweg anzeigten. Die vielen Windungen des Flusses haben
wir teilweise abgekürzt. Das ging ganz gut über die Bundesstraßen,
mal auf Schweizer, mal deutscher Seite. |
Abends Wieder in Basel angekommen, durchfahren wir eine Stadt, die lebt.
Viele Menschen sind hier in Cafes, Geschäften und Straßen. Wir
kaufen uns im Supermarkt noch ein paar Dosen Bier für die Zugfahrt
nach Hamburg. Am Bahnhof angekommen sind noch 2 Stunden zum
überbrücken, bis der Zug aus Chur ankommt. So machen wir uns es auf
eine Parkbank gemütlich - es gibt eine Suppe zum Abendbrot.
Gaskocher raus - Wasser in den Topf - Tüte auf - rein damit -
fertig. |
Mittags Grenzposten findet man hier nicht mehr. Dafür ist der Zoll an
einigen Stellen aktiv. Bei Rheinfelden sahen wir sogar, wie ein
junger Mann mit Rucksack zur Routinekontrolle von der Straße ins
Zollgebäude geholt wurde. Er war schon fast auf der Brücke als Sie
Ihn ansprachen. Ob sie was bei ihm gefunden haben konnte wir nicht
mehr sehen. |
Abends Zu uns kommt ein Typ, ca. Mitte 30, den gerade seine
Freundin davongelaufen ist. Wahrscheinlich, sagt er, kommt das vom
Bier. Er soll nicht mehr trinken. Das scheint auch sein Problem zu
sein. Trotzdem ist er umgänglich und nicht aufdringlich. Beim Essen
erzählt er uns seine Lebensgeschichte. Ich habe nur ein paar Teile
davon in Erinnerung. Er kommt ursprünglich aus Deutschland. Wohnt
jetzt in Basel und arbeitet auch dort bei einem Schweizer
Untenehmen. Verdient gutes Geld - reicht zum Leben. Er ist
intelligent und hat früher Meisterschaften im Modellhubschrauberflug
bestritten - teures Hobby. Nach einer guten Stunde müssen wir ihn
verlassen. Ich schenke ihm meinen Tabak und wünsche ihm viel Glück
für sein weiteres Leben. Das kann er gut gebrauchen, denn erscheint
es nicht so richtig im Griff zu haben. |
Nachmittags Diese besagte Brücke hat fast in der Mitte noch einen Abgang - im
Fluss befindet sich ein "Inselchen". Es herrscht hier ein reger
Badebetrieb. Ein Schild weist auf die Gefahren hin, da der Rhein,
wie fast überall, eine starke Strömung hat. Das habe ich selbst gut
feststellen können. Ich bin mit ein paar Jugendlichen zu einer
Sandbank geschwommen, die sich flussabwärts der Insel befindet. Die
Sandbank ist nicht zu sehen, da sie sich einen Meter unter der
Wasseroberfläche befindet. Das Wasser reißt einem fast die Beine
weg, wenn man versucht darauf zu stehen. Zurück von der Sandbank auf
die Insel war auch nicht ganz einfach, da ich gegen die Strömung
schwimmen musste. Dies ist nicht zu schaffen - man kommt keinen
Millimeter vorwärts. Der Trick ist, ein großen Bogen zu schwimmen,
um dann das äußerste Ende der Insel zu erreichen. Verpasst man das -
Pech gehabt. Dann heißt es, nach einer Anlademöglichkeit am _Ufer zu
suchen und einen kleine Fußmarsch in Badehose auf sich zu nehmen. |
Nachts Der Zug ist der Gleiche, den wir schon auf dem
Hinweg hatten. Genau die unbequemen Sessel wie vorher auch. Zu
unserem Glück steigen bei den nächsten Bahnhöfen 2
Fußballmannschaften ein. Die schlafen garantiert nicht. Morgens um
2:30 Uhr flüchte ich in den Fahrradwaggon. Dort lege ich mich in den
Schlafsack unter den Rädern, die an der Wand hängen. Morgens um 7:00
Uhr tritt mich der Schaffner. Dies sei gefährlic - hahaha - ist mir
egal. So konnte ich wenigstens ein paar Stunden schlafen. Rainer
kann übrigens überall schlafen! Mit etwas Verspätung kommen wir am
Hamburger Hauptbahnhof an. Rainer ist dann gleich, so wie er ist,
zur Arbeit gefahren. Er meint er bräuchte die Stunden - na ja,
jeder, wie er mag.Ich habe Blumen für meine Frau gekauft und habe
einen erholsamen Tag verbracht. |
Abends In Basel, ca. 20km flussabwärts, machen die Bewohner es jeden Tag
bei schönem Wetter. Sie lassen sich mit ihren wasserdichten Säcken,
in denen sie ihre Kleidungstücke mitnehmen, den Fluss
heruntertreiben. So etwas wäre in der Elbe undenkbar - bei dem regen
Schiffsverkehr, wäre dies lebensgefährlich. Der Rhein bei Basel hat
aber nur strömungsgetriebenen Personenfähren (ohne Motor) - daher
keine Gefahr. Schönen Abkühlung im Sommer, anschießend in ein Cafe
und dann mit dem Bus wieder nach Hause. |
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