Bei Gegenwind kommen sie in Fahrt
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Die Erfinder Gustav Winkler (links)
und Andreas Barowski zeigen in Flensburg an der Fachhochschule
das neue und alte Gegenwindfahrrad. Foto dpa
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Flensburg – Es war in den
frühen neunziger Jahren, als Gustav Winkler auf die Idee kam, ein
Fahrrad zu bauen, das bei kräftigem Gegenwind erst richtig in Fahrt
kommt. Gut 20 Jahre nach dem ersten Streich legt der emeritierte
Professor von der Fachhochschule Flensburg nun nach. Zur
FH-Absolventenfeier präsentierte er gestern ein weiterentwickeltes
Gegenwindfahrrad, das er zusammen mit einem Studenten- und Technikerteam
realisieren konnte. Angetrieben wird das 50 Kilo schwere Bike bei
entsprechendem Gegenwind von einer 24-blättrigen Turbine. „Hat es erst
einmal den eigenen Widerstand überwunden, kann die Fahrt beginnen“, sagt
der 67-jährige. Wie weit der Wind das neue Modell dann trägt, wird sich
zwischen dem 20. und dem 23. August zeigen. Dann nämlich nehmen der
Professor und sein Team am Racing Aeolus, der internationalen
Meisterschaft für Gegenwindfahrräder, im niederländischen Den Helder
teil. Der Spezialist träumt dabei davon, die übrigen Teilnehmer mit
Geschwindigkeiten im Fünf-Stundenkilometer-Bereich abzuhängen. Wie sich
die Konkurrenz von der Kieler Fachhochschule auf diesen Gegner
vorbereitet, berichten wir am kommenden Donnerstag auf der
Hochschulseite. ost
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