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Ralf und seine Fahrradtouren

(oder, was man so im Leben gelernt hat...)

Aus dem Haushalt

Die Spitze der Nägel vor dem Einschlagen etwas stumpf schlagen, damit das Holz (besonders Leisten) nicht leicht spalten
Backpulver kann Schimmel und Spark an Fugen beseitigen
Plastiktüte mit Kreppband unter das Bohrloch kleben, um den Bohrstaub aufzunehmen
Wachs verhindert an Türscharnieren das Quietschen
Grafit (Bleistiftmine) an Schlüsseln macht diese gangbarer
Ein Brett auf das zu bohrende Loch halten, macht das Loch genauer und franst nicht so aus

Wenn ich nur darf, wenn ich soll, aber nie kann, wenn ich will, dann mag ich auch nicht, wenn ich muss. Wenn ich aber darf, wenn ich will, dann mag ich auch, wenn ich soll und dann kann ich auch, wenn ich muss. Denn schließlich: Die können sollen, müssen wollen dürfen.

Schöne Lieder, die besser unsere Eltern kennen:

1

Bolle reiste jüngst zu Pfingsten

Bolle reiste jüngst zu Pfingsten,
Nach Pankow war sein Ziel;
Da verlor er seinen Jüngsten
Janz plötzlich im Jewühl;
’Ne volle halbe Stunde
Hat er nach ihm jespürt.
Aber dennoch hat sich Bolle
Janz köstlich amüsiert.

Sabinchen war ein Frauenzimmer

Sabinchen war ein Frauenzimmer, dabei gar tugendhaft.
Sie diente treu und redlich immer bei ihrer Dienstherrschaft.
Da kam aus Treuenbrietzen ein junger Mann daher.
Der wollte gern Sabinchen besitzen und war ein Schuhmacher.

Auf de schwäbsche Eisebahne

Auf de schwäbsche Eisebahne
gibts gar viele Haltstatione:
Schtuegert, Ulm und Biberach,
Meckebeure, Durlesbach.

Froh zu sein bedarf es wenig

Trinke nie ein Glas zu wenig, Glas zu wenigdenn kein Pfaffe oder König, oder KönigKann von diesem Staatsverbrechen, Staatsverbrechendeine Seele ledig sprechen Lieber eins zuviel getrunken, viel getrunkenetwas schwer ins Bett gesunken, Bett gesunkenund darauf in stiller Kammer, stiller Kammerbuße tun im Katzenjammer Um den Jammer zu vertreiben, zu vertreibenWill dir ein Rezept verschreiben, Rezept…

Mariechen saß weinend im Garten

Mariechen saß weinend im Garten,
im Grase lag schlummernd ihr Kind.
Mit ihren goldblonden Locken
spielt säuselnd der Abendwind.
Sie war so müd und traurig,
so einsam, geisterbleich.
Die dunklen Wolken zogen
und Wellen schlug der Teich.

 

2

In Pankow jab’s keen Essen,

In Pankow jab’s keen Bier,

War allet uffjefressen

Von fremden Leuten hier.

Nich’ ma’ ’ne Butterstulle

Hat man ihm reserviert!

Aber dennoch hat sich Bolle

Janz köstlich amüsiert.

Sein Geld hat er versoffen in Schnaps und auch in Bier,
da kam er zu Sabinchen geloffen und wollte welches von ihr.
Sie konnt ihm keins geben, da stahl er auf der Stell
von ihrer guten Dienstherrschaft sechs silberne Blechlöffel.

efrain:
Trulla, trulla, trullala
trulla, trulla, trullala,
Stuegert, Ulm ond Biberach
Meckebeure, Durlesbach.


 

 

Alleweil ein wenig lustig, alleweil ein wenig durstig, alleweil ein wenig Geld im Sack, alleweil ein wenig Schnupftabak, allzeit so, so! Man rede, was man will, ich aber schweig fein still! Alleweil ein wenig Geld im Sack, alleweil ein wenig Schnupftabak, allzeit so, so! Alleweil ein wenig lustig, alleweil ein wenig durstig, alleweil ein gutes…

Der Geier steigt über die Berge,
die Möve zieht stolz einher.
So weht ein Wind von ferne,
schon fallen die Tropfen schwer.
Schwer von Mariens Wangen
eine heiße Träne rinnt:
sie hält in ihren Armen
ein kleines, schlummerndes Kind

 

3

Auf der Schönholzer Heide,

Da jab’s ’ne Keilerei,

Und Bolle, jar nich feige,

War mittenmang dabei,

Hat’s Messer rausjezogen

Und fünfe massakriert.

Aber dennoch hat sich Bolle

Janz köstlich amüsiert.

Jedoch nach achtzehn Wochen, da kam der Diebstahl raus,
da jagte man mit Schimpf und Schande Sabinchen aus dem Haus.
Sie rief: verfluchter Schuster, du rabenschwarzer Hund!
Da nahm er sein Rasiermesser und schnitt ihr ab den Schlund.

Wia der Zug no wieder staut,
d'r Bauer nach sei'm Goißbock schaut,
find't er bloß no 'n Kopf und 's Soil
an dem hintre Wagedoil.


 

 

"Hier liegst du so ruhig von Sinnen,
Du armer, verlassener Wurm!
Du träumst von künftigen Sorgen,
die Bäume bewegt der Sturm.
Dein Vater hat dich verlassen,
dich und die Mutter dein;
drum sind wir arme Waisen
auf dieser Welt allein.

 

4

Es fing schon an zu tagen,

Als er sein Heim erblickt.

Das Hemd war ohne Kragen,

Das Nasenbein zerknickt,

Das rechte Auge fehlte,

Das linke marmoriert.

Aber dennoch hat sich Bolle

Janz köstlich amüsiert.

Das Blut zum Himmel spritzte; Sabinchen fiel gleich um,
der böse Schuster aus Treuenbrietzen, der stand um ihr herum.
In einem dunklen Loche - bei Wasser und bei Brot,
da hat er endlich eingestanden die grausige Moritot.

 

 

Dein Vater lebt herrlich, in Freuden;
Gott lass' es ihm wohl ergehn!
Er gedenkt nicht an uns beide.
will mich und dich nicht sehn.
Drum wollen wir uns beide
hier stürzen in die See;
dann bleiben wir verborgen
vor Kummer, Ach und Weh!"

 

5

Als er nach Haus jekommen,

Da ging’s ihm aber schlecht,

Da hat ihn seine Olle

janz mörderisch verdrescht!

’Ne volle halbe Stunde

Hat sie auf ihm poliert.

Aber dennoch hat sich Bolle

Janz köstlich amüsiert.

Das Blut zum Himmel spritzte; Sabinchen fiel gleich um,
der böse Schuster aus Treuenbrietzen, der stand um ihr herum.
In einem dunklen Loche - bei Wasser und bei Brot,
da hat er endlich eingestanden die grausige Moritot.

 

 

Da öffnet das Kind die Augen,
blickt freundlich sie an und lacht;
Die Mutter, vor Freuden sie weinet,
drückt's an ihr Herz mit Macht.
"Nein, nein, wir wollen leben,
wir beide, du und ich!
Dem Vater sei's vergeben:
wie glücklich machst du mich!"

 

6

Und Bolle wollte sterben,

Er hat sich’s überlegt:

Er hat sich uff die Schienen

Der Kleinbahn druffjelegt;

Die Kleinbahn hat Verspätung,

Und vierzehn Tage druff,

Da fand man unsern Bolle

Als Dörrjemüse uff.[2]

Und die Moral von der Geschichte: Trau keinem Schuster nicht!
Der Krug, der geht so lange zu Wasser, bis daß der Henkel bricht.
Der Henkel ist zerbrochen, er ist für immer ab,
und unser Schuster muß un sitzen bis an sein kühles Grab.

 

Da öffnet das Kind die Augen,
blickt freundlich sie an und lacht;
Die Mutter, vor Freuden sie weinet,
drückt's an ihr Herz mit Macht.
"Nein, nein, wir wollen leben,
wir beide, du und ich!
Dem Vater sei's vergeben:
wie glücklich machst du mich!"

 

 

7

Und Bolle wurd' begraben,

in einer alten Kist'.

Der Pfarrer sagte 'Amen'

und warf ihn uff 'n Mist.

Die Leute klatschten Beifall,

und gingen dann nach Haus.

Und nun ist die Jeschichte

von uns'rem Bolle aus!